Narkosen

Inhalationsnarkose mit angeschlossener Pulsoxymetrie

In unserer Praxis wenden wir unterschiedliche

Narkoseverfahren an:

 

  • Kurzzeit-Injektionsnarkosen
  • Normale Injektionsnarkosen
  • Inhalationsnarkose mit Sauerstoff/Isofluran

 

Welche Narkose oder Kombinationen von Narkosemitteln zur Anwendung kommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Ist das Tier jung oder alt, gesund oder krank, eine Maus oder eine Dogge oder ein Risikopatient? Ist der Eingriff/die Untersuchung schmerzhaft, wenig schmerzhaft oder nicht schmerzhaft? Handelt es sich um einen kurzen oder längeren Eingriff?

In jedem Fall werden wir bestrebt sein, für Ihr Tier und den jeweiligen Zweck die optimale Narkoseform  zu wählen.

 

Kurzzeitnarkosen können zu Untersuchungszwecken, zum Röntgen oder für kleinere, schmerzfreie/ schmerzarme Eingriffe eingesetzt werden, nicht jedoch für schmerzhafte Bauchoperationen oder Kastrationen. Sie haben den Vorteil, dass die Tiere recht schnell wieder wach sind.

 

Mit einer normalen Injektionsnarkose können chrirurgische Eingriffe vorgenommen werden, da durch sie die Schmerzempfindung ausgeschaltet wird. Die Tiere sind aber nicht so schnell wieder wach wie bei einer Kurzzeitnarkose.

 

Die Inhalationsnarkose ist eine besonders schonende Narkoseform, da hier das Narkosemittel als Gas über die Lungen aufgenommen und auch wieder ausgeatmet wird. Es muss nicht  von der Leber abgebaut und den Nieren ausgeschieden werden und entlastet somit diese Organe. Die Inhalationsnarkose ist sehr gut steuerbar und bietet dadurch ein hohes Maß an Sicherheit. Sie dient dazu, Injektionsnarkosen zu vertiefen und aufrechtzuerhalten. Man benötigt hierbei geringere Mengen an Injektions-Narkosemitteln, was besonders bei Risikopatienten von Vorteil ist. Die Aufwachzeit ist dadurch auch kürzer als bei einer reinen Injektionsnarkose.

 

Sicherheit und Narkoserisiko

 

Die heutzutage in der Tierarztpraxis verwendeten Narkosemittel bieten ein hohes Maß an Sicherheit, das noch durch folgende Maßnahmen erhöht werden kann.

 

Monitorüberwachung

Während der Operationen überwachen wir die Narkose in der Regel mit Hilfe der Pulsoxymetrie und eines Atemmonitors. Dabei wird ständig die arterielle Sauerstoffsättigung, die Pulsfrequenz und die Atemfrequenz gemessen und uns über akustische und optische Signale mitgeteilt. Werden einmal physiologische Grenzen unter- oder überschritten, wird dieses sofort angezeigt und man kann die Narkosemittel- bzw. Sauerstoffzufuhr entsprechend regulieren.

 

Vorherige Blutuntersuchungen

Vor einer Narkose sollte, zumindest bei einem älteren Tier, eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, damit mögliche Erkrankungen, die eine Erhöhung des Narkoserisikos bedeuten könnten, rechtzeitig erkannt werden.

 

Flankierende Maßnahmen, wie das Legen eines Luftröhrentubus, eines Venenkatheters, begleitende Infusionen und wärmende/beheizbare Unterlagen für den OP-Tisch vermindern zusätzlich das Narkoserisiko.

 

Risiken

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, dass im Ausnahmefall auch unvorhergesehene und lebensbedrohliche Komplikationen auftreten können. Dies ist aber auch in anderen Lebensbereichen, wie z. B. im Straßenverkehr so. Ein geringes Restrisiko sollte deswegen kein Grund sein, einem Tier, aufgrund übertriebener Angst vor einer Narkose, eine notwendige Behandlung, wie z. B. bei Zahnschmerzen, vorzuenthalten.

 

Operationen

werden bei uns dienstag- und donnerstagmorgens durchgeführt. Kleinere Eingriffe, wie z. B. die Kastration von Katern oder Rammlern auch an anderen Tagen.

 

Hunde und Katzen dürfen 12 Stunden vorher kein Futter mehr bekommen, Wasser kann bis kurz vor der Abfahrt angeboten werden. Heimtiere dürfen nicht nüchtern gelassen werden.